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Freiwllige Selbstkontrolle Fernsehen e.v.
medien impuls – Social Communities

Die Digitalisierung der sozialen Beziehungen.

Wie Social Communities die Kindheit verändern


23. September 2010, Museum für Film und Fernsehen Berlin

In Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk e.V.

PC und Internet haben in fast alle Lebensbereiche von Kindern Einzug gehalten. Ob zum Spielen, zum Kommunizieren mit Freunden oder zur Recherche für die Hausaufgaben: Die digitale Welt bietet Unterhaltung, Information und Arbeitserleichterung. In Social Communities für Kinder werden die für die Zielgruppe wichtigsten Funktionalitäten des Internets – Chat und Spiele – zusammengeführt und vielfältige Möglichkeiten geboten, einen großen Teil der Freizeit in den eigens für sie geschaffenen virtuellen Räumen gemeinsam mit Gleichaltrigen zu verbringen. medien impuls wird sich der Frage widmen, welche Arten von Beziehungen Kinder in Online-Netzwerken suchen und wie sich durch die Interaktion von virtuellen und realen Beziehungen die reale Lebenswelt und das Zusammenleben innerhalb von Familien verändern.

Ausgehend vom Stand der Forschung werden u.a. Ergebnisse der aktuellen Studie EU-Kids online vorgestellt, die das bislang wenig beleuchtete Feld der Nutzung von Online-Community-Angeboten durch jüngere Kinder (ca. 6-12 Jahre) untersucht und das Angebotsspektrum aufzeigt. Ergänzend wird die Perspektive der Familien aufgegriffen und der Frage nachgegangen, ob sich durch die Konkurrenz von virtuellen und realen Beziehungen die Problem- und Lösungsmuster innerhalb der Familien verändern.
Aus familiensoziologischer Perspektive wird darüber nachgedacht, wie Familie und Medienerziehung durch eine sich verändernde Medienlandschaft modifiziert werden könnten bzw. müssten und welche Implikationen dies für Kindheit und Identitätsarbeit mit sich bringt.
In der abschließenden Podiumsdiskussion werden Vertreter aus Sozialwissenschaft, Medienpädagogik, Politik und Unternehmen darüber diskutieren, wie man diesen Prozess aus den verschiedenen Perspektiven heraus sinnvoll begleiten kann.

Diese Veranstaltung von medien impuls findet in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk e.V. statt. Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich im Sinne der Beteiligung von Kindern dafür ein, dass Kinder darin unterstützt werden, Medien kompetent, selbstbestimmt, kreativ und ohne Gefahr zu nutzen. Zu diesem Zweck führt es u.a. eigene Projekte zur Förderung von Medienkompetenz durch und unterstützt durch Tagungen und Fachbeiträge den Diskurs über Kinder und ihre Rolle in Medien und Gesellschaft

 

Dokumentation

Programm Einleitender Film zum Thema
(Flash-Format)
Pressemitteilung
(24.9.2010)
Kölner Stadt-Anzeiger (14.12.2010)

 

Kai Hanke
Alle Fotos: Sandra Hermannsen

Social Communities für Kinder – Veränderte Medienwelt, veränderte Kindheit?

Kai Hanke studierte Kommunikations- und Medienwissenschaften, Psychologie und Erziehungswissenschaften an Universitäten in Leipzig und New York. Anschließend arbeitete er einige Jahre im Verlagswesen und als Wissenschaftsjournalist, bevor er 2009 zum Deutschen Kinderhilfswerk nach Berlin wechselte. Dort arbeitet er seither als Referent für Medien.

 

Spielen, chatten, Freunde treffen – Reiz und Nutzung von Communityangeboten für Kinder

Dr. Claudia Lampert studierte Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an den Universitäten Lüneburg und Hamburg. Seit 1999 ist sie als wissenschaftliche Referentin am Hans-Bredow-Institut in Hamburg tätig. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte liegt im Bereich der Mediensozialisation und Medienpädagogik. Im Rahmen verschiedener Projekte befasst sie sich mit der Rolle der (digitalen) Medien in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen.

Claudia Lampert
Burkhard Fuhs

 

Kindliche Communitynutzung – Interaktive Medienangebote für Kinder als pädagogische Herausforderung

Prof. Dr. Burkhard Fuhs ist Erziehungswissenschaftler und Volkskundler sowie Professor für Lernen und Neue Medien, Kindheit und Schule an der Universität Erfurt. Seit 1985 ist Fuhs in unterschiedlichen Projekten zur Kindheitsforschung tätig, die durch zahlreiche Veröffentlichungen zum Wandel der Kindheit und zur Technisierung des Alltags begleitet wurden. Burkhard Fuhs ist Vorsitzender des Erfurter Netcodes.

 

Blick in die Zukunft: Tendenzen kindlicher Mediennutzung – Wie verändert sich Familie?

Prof. Dr. Winfred Kaminski hat Sozialwissenschaften und Philosophie in Düsseldorf und Frankfurt a.M. studiert. Er ist Professor für Kulturpädagogik an der Fachhochschule Köln und Direktor des Instituts für Medienforschung und Medienpädagogik. 2006 organisierte er den "Clash of Realities. 1. International Computer Game Conference Cologne".

Winfred Kaminski

 

Podium: Kindheit in Online-Communities – Sozialisation unter neuen Vorzeichen?

Podiumsdiskussion

v. l. n. r.: Prof. Dr. Winfred Kaminski (FH Köln), Achim Lauber (Erfurter Netcode e.V.)
Aydan Özoguz (Mitglied des deutschen Bundestages), Vera Linß (Moderation)



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