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Selbstkontrollen 2006

Selbstkontrolle mit staatlichem Segen – ein Zukunftsmodell?

Diskussionsveranstaltung von FSF und FSM am 11. Mai 2006 in Berlin

Während auf politischer und wirtschaftlicher Ebene der Abbau staatlicher Überregulierung angemahnt wird, vermehren sich Gesetze, Verordnungen und Behörden quasi wie durch Zellteilung. Die Folge: Der Staat ist finanziell immer weniger in der Lage, seine Aufgaben zu erfüllen, die Wirtschaft sieht sich durch den Dschungel bürokratischer Hürden in ihrer Entwicklung gelähmt. Gleichzeitig wachsen die Ansprüche an die Fürsorge des Staates. Nur ihm wird die nötige Neutralität, Fachkunde und Durchsetzungsfähigkeit zugetraut, um verlässliche Regeln für das Gemeinwohl aufzustellen und zu kontrollieren.

Muss das so sein? Für die Regulierung des Jugendschutzes im Medienbereich gibt es seit April 2003 das System der regulierten Selbstregulierung (oder: Co-Regulierung): Die Anbieter können die Umsetzung und Kontrolle vom Gesetz vorgegebener Regeln unter bestimmten Voraussetzungen selbst organisieren. Die vom Staat beauftragte Aufsicht kontrolliert nicht mehr jeden Einzelfall, sondern sorgt dafür, dass die Selbstkontrolle ihre Aufgabe fachlich und im notwendigen Umfang wahrnimmt. Unter welchen Voraussetzungen kann ein solches System funktionieren? Wie muss das Verhältnis von Selbstkontrolle und Aufsicht gestaltet sein, um die Regulierungsaufgaben fachlich und umfassend durchzuführen? Und: In welchen Bereichen könnte ein solches System staatliche Regulierung ersetzen?

Einladungstext und Programm als PDF

Programm und Eindrücke von der Veranstaltung (Bilder vergrößern sich per Mausclick)

  Co-Regulierung: Staatliche Aufsicht durch die Hintertür?

   
Joachim von Gottberg, FSF, Berlin    
  Andrea Urban, FSF, Berlin Sabine Frank, FSM, Berlin

Christiane von Wahlert, FSK, Wiesbaden

 

  Systeme der Co-Regulierung in Europa
Strukturen, Aufgabenbereiche, Transparenz und Akzeptanz


   
  Wolfgang Schulz
Hans-Bredow-Institut (HBI), Hamburg

Alexander Scheuer, Institut für Europäisches Medienrecht (EMR), Saarbrücken

 

 

 

  Wie viel Staat muss sein? (Vortrag als PDF)
   
 

Regina Käseberg, Ministerium f. Bildung, Frauen und Jugend Rheinland-Pfalz

 

  Der Bock als Gärtner?
Viel Selbstkontrolle, wenig Staat:
das System in den Niederlanden

 
 

Wim Bekkers,
NICAM, Den Haag

 

Wim Bekkers u. Joachim von Gottberg

 

 

 
  Das optimale Verhältnis von Selbstkontrolle und Aufsicht
Podiumsgespräch mit Reinhold Albert (ALM), Jürgen Doetz (VPRT), Sabine Frank (FSM), Hans-Ernst Hanten (BKM), Thomas Kleist (EMR), Wolfgang Schulz (HBI)

Moderation: Werner Sosalla
 
 

Podiumsrunde

 

W. Schulz, R. Albert, T. Kleist, W. Sosalla

W. Sosalla, H.-E. Hanten

 

 
 

H.-E. Hanten, J. Doetz

 

J. Doetz

S. Frank

 

Kulinarischer Ausklang

 

 

 
 



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