Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V.   
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Freiwllige Selbstkontrolle Fernsehen e.v.
Veranstaltungsarchiv 1995–1996
1996 | 1995

10. Juli 1996

Medien ohne Grenzen - Brauchen wir einen europäischen Jugendmedienschutz?

Tagung in Zusammenarbeit mit der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPjS) und der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK)

Den Veranstaltern stand zunächst die Idee einer Fachtagung mit Arbeitsgruppen, intensiven Diskussionen und der Erarbeitung einer deutschen Perspektive für die europäische Medienzukunft vor Augen. Die Nachricht, dass die Empfehlungen des Europäischen Parlaments zur neuen EU-Fernsehrichtlinie an die Europäische Kommission gegangen sei, ließ den politischen Aspekt des Themas stärker in den Vordergrund rücken.
Aus dem Konzept einer zweitägigen Arbeitstagung wurde das Konzept einer Tagung, die ein europapolitisches Signal setzen sollte:
Welche Bedeutung hat die Entwicklung des Medienmarktes in technischer Hinsicht für Deutschland, aber auch für die europäischen Nachbarstaaten?
Müssen die jugendschützerischen Anstrengungen, einen Orientierungsrahmen für Kinder und Jugendliche in dem zu erwartenden Mediendschungel zu finden, nicht auch auf Europa ausgedehnt werden, wenn noch stärker als jetzt schon nationale Regelungen von europäischen Entwicklungen überholt sind?
Wenn sie geradezu dadurch außer Kraft gesetzt werden, dass sie von einem anderen europäischen Land mit anderen Wertetraditionen unterlaufen werden können?
Ziel der Tagung war zum einen eine Bestandsaufnahme: Welche Bedeutung wird dem Jugendmedienschutz in den Mitgliedsländern der EU beigemessen, was wird die europäische Fernsehrichtlinie an Regelungen bringen und welche Folgen wird sie haben. Was ist im Bereich des digitalen Fernsehens geplant und wie wird der Jugendschutz dabei einbezogen? Darüber hinaus wurden die Probleme angesprochen, die sich aus den unterschiedlichen Bewertungskriterien in den jeweiligen Ländern ergeben.

 

2. Dezember 1995

Gewaltberichterstattung und Jugendschutz

Eine Veranstaltung der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen in Berlin

Jugendschutz beschäftigt sich üblicherweise mit der Wirkung von Gewalt- und Sexualdarstellungen in Kino-, Video- oder Fernsehfilmen.
Wie aber gehen Kinder und Jugendliche mit der Darstellung realer Gewalt in den Nachrichtensendungen um?
Wie verantwortungsvoll wählen Nachrichtenredakteure Bilder aus und nach welchen Gesichtspunkten geschieht das?
In welchem Verhältnis steht die Freiheit der Berichterstattung und die Informationspflicht der Medien zu den Interessen des Jugendschuztes?
Auf der Tagung wurde diesen Fragen nachgegangen. Karl-Ulrich Kuhlo, Geschäftsführer des Nachrichtensenders n-tv referierte über Berichterstattung und Jugendschutz aus der Sicht der Macher; Simone Neteler stellte eine Studie der FSF vor: "Der Stellenwert von Gewaltberichterstattung in den Nachrichten. Ergebnisse einer Analyse von Fernsehnachrichten unter qualitativen, quantitativen und vergleichenden Gesichtspunkten". Dr. Jürgen Grimm von der Universität Mannheim lieferte empirische Befunde zur Wirkung von Gewalt- und Katastrophennachrichten im Fernsehen. Dr. Helga Theunert und Prof. Dr. Bernd Schorb präsentierten die Ergebnisse ihrer Untersuchung "Zwischen Mitleid und Ekel – Verarbeitung von Fernsehnachrichten durch Kinder".

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8. und 9. Februar 1995

Jugendschutz in den Medien Europas

Internationale Fachtagung, veranstaltet von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen in Berlin

An dieser Tagung nahmen Vertreterinnen und Vertreter europäischer Filmprüfstellen aus 13 Ländern teil. Ziel war es, eine europäische Diskussion über Prüfkriterien und Mindeststandards im Bereich des Jugendmedienschutzes anzuregen, um mittelfristig zu vergleichbaren Einschätzungen über Gefährdungstatbestände zu gelangen.
Aufgrund der abzusehenden technischen Entwicklungen im Bereich des Rundfunks ist eine Zusammenarbeit europäischer Stellen, die sich mit Jugendschutz in den Medien beschäftigen, unerlässlich. Nationale Maßnahmen werden von der medialen Wirklichkeit bald überrollt. Betrachtet man den unterschiedlichen Umgang mit dem Jugendmedienschutz in den EU-Mitgliedsstaaten, so wird deutlich, dass die formale Anpassung von gesetzlichen Bestimmungen kaum zu einer Vereinheitlichung der Wertmaßstäbe und damit der Prüfpraxis führen wird. Dies zeigt allein die Definition des Begriffes "Pornographie", die in den einzelnen Ländern Europas sehr unterschiedlich ausfällt. Deshalb ist aus Sicht der FSF ein regelmäßiges Gespräch über Prüfkriterien aus der unterschiedlichen Sicht der europäischen Prüfstellen notwendig.

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